Donnerstag, 30. Oktober 2008

Sie nennen ihn Blauauge

Und das hat nix mit Blue Jeans zu tun oder mit dem Blutalkoholspiegel, sondern mit einer blauen Röhre, in die er sprang, um sich orientierungslos in das Landebecken spülen zu lassen. Das war sein Plan. Doch er hatte nicht mit dem Hinterhalt der Jungs gerechnet, den sie ihm in einem dunklen Winkel einer Windung legten. Und obwohl er seine Rennfahrer-Schwimmbrille angelegt hatte, kam er nicht schadlos an ihnen vorbei. Sie besaßen die Gemeinheit, ihm eine Nase oder einen großen Zeh entgegen zu halten, an dem seinheißgelientes geerbtes Nasenfahrad in den omikronsten Teil zerbarst. Doch auf Grund seiner geschickten Schnelligkeit kam er so an ihnen vorbei und mit einem blauen Auge davon.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Jungenschaft

-ist eines meiner neuesten Freizeitvergnügen
-immer diensttäglich
-leider nur 1,5 h
-sind null bis zehn Jungs
-im zarten im Alter von 13- 16 Jahren
-buntes Programm
-deren Leiter ich bin
In den Ferien findet keine Jungenschaft statt, aber da mein Vorgesetzter im Hinblick auf die Dienstpläne so nett ist und mir bis Ende des Jahres Dienstags keinen Spätdienst aufgebrummt und hineingewürgt hat habe ich den Jungs die Möglichkeit gegeben auch in den Ferien vorbeizukommen. Und diese waren so nett, dass ich mich letzten Dienstag ganz auf mein Lochbillardspiel konzentrieren konnte um meinen neu erworbenen Billardhandschuh einzutragen. Heute kamen dann zwei von ihnen vorbei. Wir spielten erst Pool und anschließend Kegelfußball. Beim Billard habe ich sie gewinnen lassen (hatte ja auch meinen Handschuh nicht angelegt), aber beim Kegelfußball hatten sie -obwohl zu zweit- nicht den Hauch, nicht die klitzekleineste Mögelichkeit, geschweige denn Ahnung einer Schanze gegen mir und meinen zu beschützenden Kegel.
Tja, ja, so isses Lebm. Manchmal gewinnt man und mal verlieren die anderen.